Instrumente

Der Große Refraktor

Der Große Refraktor (270/3400mm) wurde 1886 auf der Sternwarte aufgestellt und ist heute das dritt größte Linsenfernrohr in Österreich. Die 27cm-Linse, ein Halbapochromat mit Luftspalt, ist im Originalzustand erhalten und liefert noch heute ein einwandfreies Bild. 1890 wurde ein fotografischer Refraktor (156/2940) parallel zum Hauptrohr moniert. Dieses Fernrohr diente Karl Schwarzschild bei seinen Beobachtungen zur fotografischen Photometrie der Sterne.

Das Teleskop wurde von 1993-1995 originalgetreu restauriert und mit einer elektronischen Nachführung ausgestattet. Das Bild zeigt eine Aufnahme des Refraktors nach der Restaurierung im Jahre 2003.

Das Heliometer

Das Heliometer war ursprünglich ein Instrument zur Vermessung kleiner Winkel an der Himmelskugel. Das Heliometer der Kuffner-Sternwarte in Wien (217/3000mm) wurde 1896 auf der Sternwarte installiert und blieb bis heute das größte Instrument dieser Art. Es besitzt eine in der Mitte geschnittenen Glaslinse als Objektiv und wurde vorwiegend zur Messung von Sternparallaxen verwendet. Von 108 bekannten Fixsternentfernungen im Jahre 1910 waren 16 mit dem Wiener Heliometer gemessen worden.

Das Heliometer wurde von 1995 bis 1997 restauriert. Im Sommer 2002 wurde die neue, geteilte Linse in das Instrument eingebaut. Der letzte und wichtigste Teil der Restaurierung des Heliometers hat damit seinen erfolgreichen Abschluß gefunden.

Der Meridiankreis

Der Meridiankreis der Kuffner-Sternwarte (132/1500mm) war das größte Meridian-Passageinstrument der Monarchie. Er wurde 1886 aufgestellt und mit einem der ersten unpersönlichen Mikrometer zur Durchgangsbestimmung ausgestattet. Im Zonenunternehmen der Astronomischen Gesellschaft wurden am Meridiankreis 8468 Sterne in der Deklinationszone -6 bis -10 Grad vermessen und in den Publikationen der Sternwarte veröffentlicht.

Die umfassende Restaurierung des Meridiankreises wurde Ende 2001 abgeschlossen.

Der Vertikalkreis

Der Vertikalkreis (81/1200mm) dient als Hilfsinstrument zum Meridiankreis. Mit seiner Hilfe lassen sich sogenannten Polhöhenschwankungen der Erde bestimmen. Diese Schwankungen spiegeln die Verschiebung der Rotationsachse der Erde in bezug auf den Erdkörper wider und waren für genaue Meridiankreisbeobachtungen unerläßlich. Der Vertikalkreis ist ein seltenes Instrument und nur an wenigen Observatorien Europas vorhanden.

Die umfassende Restaurierung des Vertikalkreises wurde Ende 2001 abgeschlossen.

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