Sternenhimmel im Jänner 2012

Wer in einer klaren, mondlosen Nacht fernab irdischer Lichter zum abendlichen Winterhimmel blickt, mag über die Fülle heller Sterne staunen. Will man Sterne und Sternbilder identifizieren, so muss man zunächst die Himmelsrichtung bestimmen.


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Himmelsanblick zur Monatsmitte um 22 Uhr MEZ

Am besten beginnt man die Himmelsbeobachtung mit dem Polarstern. Der Polarstern markiert in etwa den Ort des Himmelsnordpols, um den sich das gesamte Himmelsgewölbe im Laufe der Nacht dreht. Der Polarstern ist daher in jeder klaren Nacht des Jahres stets an derselben Stelle zu finden. Als Stern zweiter Größenklasse ist er nicht übermäßig auffällig. Anhand der sieben Sterne des Großen Wagens ist er aber schnell zu entdecken.

Wegen seiner horizontnahen Stellung an Winterabenden kann man den Großen Wagen gelegentlich übersehen. Das Himmels-W, auch unter dem Namen Kassiopeia bekannt, steht dem Großen Wagen diametral gegenüber, nimmt man den Polarstern als Mitte. Steht der Große Wagen tief, so erblicken wir das Himmels-W steil über unseren Köpfen. Seine mittlere Spitze deutet ungefähr auf den Polarstern.

Wer steil nach oben blickt, sieht nicht nur die Kassiopeia, sondern auch einen hellen, gelblichen Stern erster Größe. Er ist der nördlichste Stern erster Größe und heißt Kapella, der Hauptstern im Sternbild Fuhrmann. Das Sternenpolygon des Fuhrmanns lässt sich leicht einprägen. Der südlichste Stern in diesem Sechseck, der der Kapella gegenüber liegt, gehört dabei schon zum Stier, dessen nördliche Hornspitze er markiert. Er heißt Al Nath . Hauptstern des Stieres ist Aldebaran. Er deutet das blutunterlaufene Auge des Stieres an. Ein Stück westlich (rechts) von Aldebaran leuchtet ein noch helleres Gestirn: Planet Jupiter.

Südlich des Stieres, auch für den Anfänger leicht zu entdecken, präsentiert sich der Himmelsjäger Orion. Ihm folgt ein wenig südöstlich ein strahlend heller, auffällig blau-weiß funkelnder Stern. Es handelt sich um Sirius, den Hauptstern des Großen Hundes. Sirius ist der hellste Fixstern am irdischen Himmel. Nur die Planeten Venus und Jupiter sowie gelegentlich Mars übertreffen Sirius an scheinbarer Helligkeit.

Mehr über das aktuelle Himmelsgeschehen lesen Sie im Kosmos Himmelsjahr.

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